Biografie:
Beginne früh mit
selbstejakulierter Poesie und Lyrik, am besten inmitten einer Ansammlung von
humanoiden Kreaturen, die dich an das Klischee von Sozialporno erinnern, vielleicht
in einem Park. Traue dich lange nicht in die Öffentlichkeit oder gar
ins Rampenlicht zu treten, vielleicht so eine Dekade lang. Finde dann Rückhalt
in Freunden, denen dieselbe Hirnwichserei ins Hirn bläst. Finde eine
Muse, egal ob real existierend oder reine mutmaßliche Fiktion. Erinnere
dich an deinen ersten Weltschmerz, vielleicht beim Zahnarzt im Wartezimmer.
Mach’ deine Augen auf, ignoriere niemals den Moment, kurz vor dem Schrei.
Habe immer deine scharfen Sachen bei der Hand, um den Weg des Poeten zu gehen,
verstehen kannst du ihn sowieso nicht. Sag’ dann ja zur Poesie, obwohl
du schon immer gewusst hast, sie hat dich erwischt und füllt jede Ecke
deines Daseins aus.
Und du weißt ein viertel Jahrhundert später, dass du dich früher
hättest fangen lassen sollen.
In Liebe zu dir, dich und den anderen, sag Aus und Ja, denn es geht immer
weiter – Die Wendeltreppe deiner Nichtvernunft. Ende.


kunc,
michael